Datum: 5. August 2026 um 13:52 Uhr
Alarmierungsart: Melder + Sirene
Dauer: 9 Stunden 38 Minuten
Einsatzart: Brandbekämpfung
Einsatzort: Bad Schwalbach – Hettenhain
Mannschaftsstärke: 13
Fahrzeuge: PKW Schlangenbad 6/16 , TLF 20/25 Schlangenbad 6/22
Einsatzbericht:
Offizieller Pressebericht der Feuerwehr der Gemeinde Schlangenbad:
Großeinsatz bei Waldbrand im Bereich Bad Schwalbach – Schlangenbad – Taunusstein
Waldbrand fordert Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus
Am Mittwoch, den 05.08.26, kam es um ca. 13:15 Uhr zu einem Waldbrand im Wald zwischen der Kreisstraße K 663 (Roter Stein → Hettenhain) und Seitzenhahn. Durch die Leitstelle wurden umgehend zahlreiche Einsatzkräfte aus Bad Schwalbach (Vollalarm), Schlangenbad-Kern, Heidenrod, Hohenstein und Aarbergen alarmiert. Das größte Problem war zunächst die genaue Örtlichkeit und die Zuwegung dorthin zu finden. Außerdem sorgte der Wind für eine schnelle Ausbreitung des Brandes. Der Brand im Bereich Mühlberg auf Bad Schwalbacher Gemarkung wies eine Fläche von etwa 10.000 m² auf. Eine weitere Brandfläche im Bereich Hammerberg auf Schlangenbader Gemarkung hatte eine Fläche von 15.000 m².
Um die Einsatzkräfte zu koordinieren und zu sammeln, wurde auf dem Parkplatz des Taunus Wunderland die Einsatzleitung und ein Bereitstellungsraum eingerichtet. Dort wurden alle Einsatzkräfte zunächst gesammelt, registriert und dann auf Anforderungen aus den einzelnen Einsatzabschnitten diesen zugewiesen. Der Einsatzabschnitt Bereitstellungsraum wurde von der Führungsunterstützungsgruppe der Feuerwehr der Gemeinde Schlangenbad mit dem Einsatzleitwagen der Gemeinde geführt.
Ab etwa 24:00 Uhr wurden die Kräfte im Bereitstellungsraum und vor Ort bis zum nächsten Morgen auf etwa 100 Einsatzkräfte reduziert. Durch die Dunkelheit war eine weitere Arbeit im Wald zu gefährlich. Es wurden lediglich die Flanken gesichert, um eine weitere Ausbreitung über die bereits betroffene Fläche hinaus zu verhindern. Die Löscharbeiten wurden insbesondere durch das unwegsame Gelände sowie zahlreiche brandgeschädigte Bäume, die unkontrolliert und plötzlich umzustürzen drohten, erschwert. Auch der Wind erschwerte die Löscharbeiten, da er anfangs die Flammen stark anfachte und die Ausbreitung beschleunigte und später die Glutnester immer wieder entfachte.
Um kurz nach 20:00 Uhr konnte plötzlich eine weitere Rauchsäule am Himmel in Richtung Fischbach entdeckt werden. Hier wurden weitere Kräfte aus Schlangenbad (Hausen, Obergladbach, Niedergladbach, Bärstadt), aus Heidenrod sowie aus dem Bereitstellungsraum alarmiert. Hier war ebenfalls in einer Hanglage eine Fläche von 8300 m² im Bereich Neunzehntberg zwischen der Kreisstraße K 669 und der Bundesstraße B 260 betroffen.
Dieser Einsatz dauerte für die Schlangenbader Einheiten bis etwa 2:30 Uhr.
Am Morgen des Donnerstags (06.08.26) übernahm der Einsatzleitwagen Schlangenbad zusammen mit der Führungsunterstützungsgruppe der Feuerwehr der Gemeinde Schlangenbad um 7:30 Uhr wieder die Führung des Bereitstellungsraumes am Taunus Wunderland. Die Nachlöscharbeiten dauerten den ganzen Tag an. Um 17:30 Uhr wurde der Bereitstellungsraum dann aufgelöst.
Um 20:30 Uhr sammelten sich Einsatzkräfte aus Bärstadt und Obergladbach, um über Nacht die Kontrolle der Brandstelle auf Schlangenbader Gemarkung sowie die Nachlöscharbeiten zu übernehmen. Dabei konnten noch zahlreiche Glutnester aufgedeckt und abgelöscht werden. Eine große Unterstützung waren hierbei die Überflüge einer Drohne mit Wärmebildkamera.
Der Einsatz konnte für die Feuerwehr der Gemeinde Schlangenbad dann am Morgen um 8:00 Uhr beendet werden. Nach einer Ruhephase wurden am Nachmittag noch die Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzklar gemacht.
Die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen funktionierte hervorragend. Nur so konnte diese außergewöhnliche Einsatzlage so schnell und sicher bewältigt werden. Vorhandene Einsatzkonzepte und permanente Zusammenarbeit haben sich bewährt.
Eingesetzte Kräfte:
Gemeinde Schlangenbad: Feuerwehr Schlangenbad-Kern, Bärstadt, Hausen v.d.H. Obergladbach, Niedergladbach und die Führungsunterstützungsgruppe.
Außerdem nahezu alle Gemeinden des Rheingau-Taunus-Kreises mit mindestens einem überörtlichen Löschzug sowie zahlreiche Sonderfahrzeuge.
Weiterhin die Betreuungszüge des ASB und des DRK zur Versorgung der Einsatzkräfte, das THW mit logistischer Unterstützung (Kraftstoff, Transport, Beleuchtung), Hessenforst mit zahlreichen Mitarbeitern und Forstwirten, mehrere Drohnengruppen der Feuerwehren, vier überörtliche Löschzüge der Feuerwehr Wiesbaden, ein überörtlicher Löschzug aus dem Main-Taunus-Kreis, der Rettungsdienst, die Polizei, die Ordnungspolizei Bad Schwalbach und Schlangenbad, die Bürgermeisterin von Bad Schwalbach, der Bürgermeister Schlangenbad und noch viele weitere Kräfte.
Über den gesamten Einsatzzeitraum waren rund 1.100 Einsatzkräfte eingesetzt.


























