Stromausfall

Stromausfall ist in unserer Region eher ein seltenes Vorkommnis. Im Jahr 2016 betrug die durchschnittliche Stromausfallzeit 11,5 Minuten für das gesamte Jahr oder anders gesagt die Stromverfügbarkeit betrug 99,998 %*. Mit diesen Werten ist Deutschland Spitzenreiter im weltweiten Vergleich. Allerdings erinnern wir uns mit Schrecken an das Münsterländer Schneechaos im Jahr 2005, als viele Strommasten aus Stahl und Beton den Schneemassen nicht mehr Stand hielten und umknickten. Mehr als 250.000 Menschen waren von diesem Stromausfall betroffen, der teilweise mehrere Tage andauerte. Doch sind wir in der heutigen Zeit, in der der Fokus auf digitaler Vernetzung und Kommunikation liegt überhaupt auf einen längeren Stromausfall vorbereitet? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat eine Broschüre zusammengestellt , wonach sich jeder Haushalt entsprechend auf einen Katastrophenfall vorbereiten soll, um einige Tage ohne Hilfe von außen auszukommen:

  • Legen Sie sich ausreichende Vorräte an Trinkwasser, Lebensmitteln und ggf. Babynahrung sowie Hygieneartikel an.
  • Das Licht von Kerzen, Taschen- oder Campinglampen (mit den erforderlichen Batterien und Gaskartuschen) ist nicht nur romantisch, sondern kann im Ernstfall dafür sorgen, dass Sie sich zu Hause, auch nach Einbruch der Dunkelheit, noch sicher orientieren können.
  • Mit einem Campingkocher können kleinere Mahlzeiten zubereitet werden.
  • Warme Kleidung für den Winter kann die ausgefallene Heizung kompensieren.
  • Treffen Sie Vorkehrungen, um Ihre pflegebedürftigen Angehörigen notfalls für einige Zeit selbst pflegen zu können.
  • Es gibt Rundfunkgeräte, die mit Batterien betrieben werden können. Dazu sind genügend Ersatzbatterien erforderlich. Außerdem gibt es Radios, die manuell mit einem Dynamoantrieb und einer Handkurbel funktionieren. Gleiches gilt für Taschenlampen. Der Freizeit- und Campinghandel hält eine Vielzahl von Geräten bereit, die in solchen Situationen hilfreich sind.
  • Mit Hilfe eines batteriebetriebenen Radios oder auch des Rundfunkgerätes im Auto bleiben Sie über Informationen des behördlichen Krisenstabes und der Stromversorger auf dem Laufenden.

Notfall während eines Stromausfalls – was tun?

Was tun, wenn Sie während eines Stromausfalls einen Notfall haben und Hilfe brauchen? Da die meisten Telefone nur noch über die Internet-Leitung funktionieren (Voice-over-IP), werden diese ohne Strom nicht mehr funktionieren, da Ihr DSL-Modem / Router das Telefonsignal nicht mehr ins Internet einspeisen kann. Die Sendemasten für Mobiltelefone sind auch nur noch eine begrenzte Zeit aktiv, da diese nur über kleine Strompuffer (Akkus) verfügen und so fällt nach ca. einer Stunde das Mobilfunk-Netz nach und nach aus und so können auch über Handys/Smartphones keine Notrufe mehr abgesetzt werden.

In diesem Fall kommt die Feuerwehr ins Spiel: Nach einem Stromausfall, der länger als 1 Stunde dauert, werden wir alarmiert. Auch wenn kein Strom mehr für Festnetztelefone oder Mobiltelefon vorhanden ist, so wird das unabhängige Funknetz noch weiter mit Notstrom versorgt.

Im Notfall kommen Sie selbst oder schicken jemand anderen zum örtlichen Feuerwehrhaus, denn dort kann per Funk der Notfall an die zentrale Rettungsleitstelle weitergegeben werden.

Seit den Umbaumaßnahmen unseren Feuerwehrhauses 2016 / 2017 verfügen wir zudem über eine Notstromeinspeisung und können mit unserem Stromerzeuger das Feuerwehrhaus mit Strom versorgen und somit u.a. die Heizung betreiben. Wir können damit den Schlangenbader Bürgern im Winter die Möglichkeit bieten sich aufzuwärmen. Zudem kann bei uns dann Essen, z.B. Babynahrung erhitzt werden und Personen, die z.B. in der häuslichen Pflege auf medizinische Gerätschaften angewiesen sind, können ins Feuerwehrhaus gebracht werden, um die Maschinen dort weiter mit Strom zu versorgen.

Weitere Informationen zum Verhalten bei Stromausfall und anderen Katastrophenfällen hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf deren Website zusammengestellt: Zur Website

 

 

* vgl. Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik aus dem Jahr 2016 von VDE/FNN